Max Jakob, Porträtfotografie um 1920.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 73)
Therese Jakob, Porträtfotografie um 1920.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 73)
Auf der rechten Bildhälfte ist die Theodorstraße zu sehen. Die ungeraden Hausnummern (1 bis 11) befinden sich auf der linken Straßenseite. Ansichtskarte um 1910.

(Bestand Geschichte Für Alle e.V.)
Rot umrandet die Theodorstraße 3. Die Straße gehört zusammen mit der Emilienstraße und dem Prinzregentenufer zu einem großbürgerlichen Wohnquartier, welches Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Gelände der ehemaligen Klettschen Maschinenfabrik entstand. In der unteren linken Ecke der Aufnahme sind der Pegnitzeinfluss in die Altstadt und die Platanenallee entlang dem Prinzregentenufer zu erkennen. Luftaufnahme 1927.

(Stadtarchiv Nürnberg, A 97 Nr. 302)

Max und Therese Jakob

Verlegeort: Theodorstraße 3 Stadtteil: Wöhrd
Patenschaft: Hubert Rottner Defet, Thommy Barth u. a. Verlegedatum: 22. Mai 2004

Biografien

Am 22. Mai 2004 verlegte Gunter Demnig die ersten Stolpersteine in Nürnberg. Darunter befanden sich die Stolpersteine für Max und Therese Jakob, die in Izbica ermordet wurden.

Max Jakob kam am 11. Juni 1876 in Erlangen als Sohn von Adolf Jakob und Amalie, geborene Feuchtwanger zur Welt. Er arbeitete als Kaufmann und zog im Februar 1900 nach Nürnberg.

Im Dezember 1903 heiratete Max Therese Einstein. Sie war am 29. Juni 1884 in Nördlingen geboren worden. Ihre Eltern waren Wolf Einstein und Amalie, geborene Neumark. Das Ehepaar bekam zwei Söhne: Walter (* 1. Oktober 1904) und Joseph Ernst (* 30. April 1906).

Walter heiratete im Oktober 1926 Johanna Margarete Bleistein, die Ehe wurde im Juli 1934 allerdings wieder geschieden. Laut Eintrag im Nürnberger Sterberegister starb Walter am 14. Oktober 1943 in Nürnberg.

Joseph lebte von 1926 bis 1930 in Coburg, bevor er in seine Heimatstadt zurückkehrte. Im April 1934 zog er nach Stuttgart. Auf seiner Meldekarte ist eingetragen, dass er beim Standesamt Freiburg mit Wirkung vom 30. April 1945 seinen Nachnamen in „Jacobs“ änderte. Sein Todesdatum ist mit dem 20. Dezember 1997 angegeben.

Max und Therese Jakob wurden am 24. März 1942 nach Izbica deportiert, wo sie ermordet wurden.

- Stadtarchiv Nürnberg, C 21/X Nr. 4 Meldekarte.

- Stadtarchiv Nürnberg (Hrsg.), Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 29), Nürnberg 1998, S. 151.

Stolpersteine in der Nähe