Detailbild von einer gepflasterten Straße mit grauen Eimern und einem goldenen Stolperstein kurz vor dessen Verlegung

Marie Marcus, Porträtfotografie um 1929.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 43)

Rot umrandet der Maxtorgraben 31, an der Ecke zur Tuchergartenstraße. Südlich davon sind die Stadtmauer mit dem Laufertorturm sowie die Tucherbrauerei, auf deren ehemaligen Firmengelände sich heute der Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg befindet, zu erkennen. Luftaufnahme 1927.

(Stadtarchiv Nürnberg, A 97 Nr. 236)

Karl und Marie Marcus

Verlegeort: Maxtorgraben 31 Stadtteil: Gärten hinter der Veste
Patenschaft: 1. FC Nürnberg Verlegedatum: 30. April 2026

Biografie

Bei einer vom 1. FC Nürnberg angeregten Gemeinschaftsverlegung erhielten am 30. April 2026 Marie und Karl Marcus vor dem Haus Maxtorgraben 31 zwei Stolpersteine. Karl und Marie wurden in Riga-Jungfernhof ermordet.

Marie Friedlein wurde am 8. September 1904 in Nürnberg geboren. Sie war die Tochter von Arnold und Karolina Friedlein, geb. Steinberger. Ihr Vater betrieb ein Hutfabriklager.

Marie Friedlein trat am 1. März 1930 in die Tennisabteilung des 1. FC Nürnberg ein. Am 30. April 1933 entzog ihr der Club die Mitgliedschaft.

Am 25. März 1938 heiratete sie Karl Siegbert Marcus in Fürth. Er kam aus Gardelegen und war dort am 11. September 1900 geboren worden. Seine Eltern waren Louis und Franziska Marcus, geb. Schultz.

Er zog im Mai 1938 nach Nürnberg. Das Paar wohnte zuletzt am Maxtorgraben 31.

Marie und Karl Marcus wurden am 29. November 1941 in das Ghetto Riga-Jungfernhof deportiert und ermordet.

- Stadtarchiv Nürnberg, C 21/X Nr. 6 Meldekarten.

- Stadtarchiv Nürnberg (Hrsg.), Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 29), Nürnberg 1998, S. 217.

- Bernd Siegler: Heulen mit den Wölfen. Der 1. FC Nürnberg und der Ausschluss seiner jüdischen Mitglieder, Fürth 2022, S. 134-135.

Stolpersteine in der Nähe