Detailbild von einer gepflasterten Straße mit grauen Eimern und einem goldenen Stolperstein kurz vor dessen Verlegung

Selma Rosenfeld, Porträtfotografie um 1923.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 130)

Selma Oster Rosenfeld, Porträtfotografie undatiert.

(Privat)

Selma Rosenfeld mit Lina und Leo.

(Privat)

Rot umrandet die Hochstraße 37. Mittig durchschneidet die Hochstraße die Aufnahme von Ost nach West (hier von rechts nach links). Am linken Bildrand ist die Roonstraße, die im weiteren Verlauf in die Johannisbrücke übergeht, zu sehen. Nördlich der parallel zur Hochstraße verlaufenden Deutschherrnstraße ist am oberen Bildrand die Deutschherrnwiese zu erkennen. Luftaufnahme 1927.

(Stadtarchiv Nürnberg, A 97 Nr. 264)

Selma Oster Rosenfeld

Verlegeort: Hochstraße 37 Stadtteil: Himpfelshof
Patenschaft: Evie Weinstein-Park Verlegedatum: 30. April 2026

Biografie

Am 30. April 2026 ließ Evie Weinstein-Park Stolpersteine für ihre Familie verlegen. Selma Rosalie Rosenfeld war ihre Urgroßmutter. Selma wurde im Vernichtungslager Treblinka ermordet.

Selma Rosalie Oster kam am 17. Juni 1876 in Brodenbach bei Sankt Goar in der Rheinprovinz zur Welt. Sie war die Tochter von Leopold und Nanni Oster, geb. Steinhardt. Die Familie zog nach Würzburg, wo Leopold und Nanni Verwalter des israelitischen Krankenhauses waren.

Am 18. August 1902 heiratete Selma dort Hermann Rosenfeld. Er war am 6. Oktober 1870 in Schopfloch bei Dinkelsbühl geboren worden, als Sohn von Zodock und Lina Rosenfeld, geb. Arnstein.

Hermann und Selma Rosenfeld hatten zwei Kinder: Zacharias Leopold, geboren am 12. Januar 1904, und Lina, geboren am 7. April 1905. Die Familie wohnte seit dem 10. Juli 1910 in der Hochstraße 37.

Hermann starb am 13. Mai 1930. Leo floh im September 1938 nach New York. Lina flüchtete über London in die USA.

Am 10. September 1942 wurde Selma in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Am 29. September transportierte man sie in das Vernichtungslager Treblinka. Sie gilt als verschollen und wurde 1955 auf Antrag ihrer Kinder für tot erklärt.

- Stadtarchiv Nürnberg, C 21/X Nr. 7 Meldekarten.

- Stadtarchiv Nürnberg (Hrsg.), Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 29), Nürnberg 1998, S. 284.

Stolpersteine in der Nähe