Detailbild von einer gepflasterten Straße mit grauen Eimern und einem goldenen Stolperstein kurz vor dessen Verlegung

Hermann Fromm, Porträtfotografie um 1919.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 44)

Ida Fromm, Porträtfotografie um 1932.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 44)

Albert Fromm, Porträtfotografie um 1925.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 44)

Hermann und Ida Oster Fromm

(Privat)

Albert Fromm

(Privat)

Rot umrandet die Bärenschanzstraße 29. Nördlich davon sind die Gebäude der Bärenschanzkaserne zu sehen. Auf der westlichen Seite des Häuserblocks verläuft die Dilherrstraße von der Bärenschanzstraße zur Fürther Straße (hier von oben nach unten). Im unteren Drittel des Bildes durchschneidet die Fürther Straße, mit dem noch bestehenden Gleiskörper der Ludwigseisenbahn, die Aufnahme von West nach Ost (hier von links nach rechts). Luftaufnahme 1927.

(Stadtarchiv Nürnberg, A 97 Nr. 284)

Hemann, Ida und Albert Fromm

Verlegeort: Bärenschanzstraße 29 Stadtteil: Gostenhof
Patenschaft: Evie Weinstein-Park Verlegedatum: 30. April 2026

Biografie

Am 30. April 2026 ließ Evie Weinstein-Park Stolpersteine für ihre Familie verlegen. Sie ist die Urenkelin von Hermann und Ida Fromm. Hermann, Ida und ihr Sohn Albert sind Opfer der Schoa.

Hermann Fromm kam am 13. Dezember 1868 in Großlangheim in Unterfranken zur Welt, als Sohn von Josef Fromm und Fanny, geb. Neuburger.

Im Oktober 1899 heiratete er Ida Oster in Würzburg. Sie war am 12. Februar 1875 in Brodenbach bei Sankt Goar in der Rheinprovinz geboren worden, als Tochter von Leopold und Marie Oster, geb. Steinhardt.

Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor. Die ersten drei wurden in Regensburg geboren: Albert, am 28. August 1899, Irma, am 2. Februar 1901, und Käthe, am 29. März 1904. Die Familie zog 1904 nach Nürnberg, wo ihre letzten drei Kinder zur Welt kamen: Luise, am 23. November 1905, Ludwig, am 30. August 1911, und Fritz, am 17. Juli 1913.

Ab dem 24. Juni 1912 wohnten sie in der Bärenschanzstraße 29.

Luise und Käthe starben früh, 1921 und 1930. Irma und Ludwig flüchteten mit ihren Ehepartnern ins Ausland: Irma in die USA und Ludwig nach Frankreich. Fritz zog am 30. Juli 1936 nach Oberglogau in Oberschlesien.

Albert Fromm arbeitete als Einkäufer und zog September 1927 nach Mainz, kam aber 1938 zurück nach Nürnberg. Er wurde am 24. März 1942 in das Ghetto Izbica deportiert und dort ermordet.

Hermann und Ida Fromm wurden am 10. September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Hermann starb dort am 18. September 1942. Ida wurde am 29. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka transportiert und dort ermordet.

- Stadtarchiv Nürnberg, C 21/X Nr. 3 Meldekarten.

- Stadtarchiv Nürnberg (Hrsg.), Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 29), Nürnberg 1998, S. 85-86.

Stolpersteine in der Nähe