Detailbild von einer gepflasterten Straße mit grauen Eimern und einem goldenen Stolperstein kurz vor dessen Verlegung

Anna Kohn, Porträtfotografie um 1929.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 85)

Anna Kohn, Porträtfotografie um 1938.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 85)

Rot umrandet das Prinzregentenufer 13. Links unterhalb der Straße fließt die Pegnitz. Das Bismarck-Denkmal ist am unteren Bildrand zu erkennen. Nördlich der Häuser-Reihe ist die Theodorstraße, die von Prinzregentenufer bis Keßlerplatz (hier von links nach rechts) verläuft. Heute steht die Maria-Ward-Schule auf dem damals unbebauten Grundstück am rechten Bildrand. Luftaufnahme 1927.

(Stadtarchiv Nürnberg, A 97 Nr. 302)

Anna Kohn

Verlegeort: Prinzregentenufer 13 Stadtteil: Maxfeld
Patenschaft: Irit Lothan Verlegedatum: 29. April 2026

Biografie

Am 29. April 2026 wurde ein Stolperstein für Anna Kohn verlegt. Patin war ihre Urenkelin Irit Lothan. Anna floh 1938 nach Palästina.

Anna Kohn wurde am 1. April 1876 in Pforzheim bei Karlsruhe, Baden-Württemberg, als Anna Sinauer geboren. Sie war die Tochter von Max Sinauer und Henrietta, geb. Veith.

Am 14. Juni 1897 heiratete sie Ferdinand Kohn in Karlsruhe. Kohn war am 28. März 1862 in Maineck (Altenkunstadt) bei Lichtenfels zur Welt gekommen, als Sohn von Wolf und Luise Kohn, geb. Steingässer.

Kohn war Kommerzienrat und 1895 Mitbegründer der Firma „Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik, vorm. Gebrüder Bing, Aktiengesellschaft in Nürnberg“, einst bekannt als die größte Spielwarenfabrik der Welt. Er gehörte dem Vorstand bis 1918 an, als er sich aus dem Geschäft ins Privatleben zurück zog.

Ferdinand und Anna bekamen drei Kinder: Walter, geboren am 4. April 1898, Robert, geboren am 13. Februar 1900, und Hildegard, geboren am 30. Mai 1902. Die Familie zog im September 1914 in das Haus am Prinzregentenufer 13 ein.

Ferdinand starb am 22. August 1926. Anna floh 1938 nach Palästina.

- Stadtarchiv Nürnberg, C 21/X Nr. 5 Meldekarten.

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