Emil Oppenheimer, Porträtfotografie um 1930.

(Stadtarchiv Nürnberg C21/VII-GB Nr. 1259)
Rot umrandet die Ludwig-Feuerbach-Straße 75. Parallel dazu verlaufen darüber nördlich die Heerwagen- und die Bismarckstraße. Die Schoppershofstraße hingegen durchschneidet die Aufnahme mittig von Süden nach Norden. Am rechten oberen Bildrand ist das Bismarckschulhaus zu erkennen. Luftaufnahme 1927.

(Stadtarchiv Nürnberg, A 97 Nr. 242)

Emil Oppenheimer

(1885-1933)

Verlegeort: Ludwig-Feuerbach-Straße 75 Stadtteil: Rennweg
Patenschaft: Luisa Stiegler Verlegedatum: 28. Mai 2015

Biografie

Am 28. Mai 2015 verlegte Gunter Demnig einen Stolperstein für Emil Oppenheimer, der an den Folgen von Misshandlungen im KZ Dachau starb.

Emil kam am 19. Juli 1885 in Nürnberg als Sohn des Privatiers Julius Oppenheimer und dessen Ehefrau Therese, geborene Stettauer, zur Welt. Er arbeitete in verschiedenen Berufen, unter anderem als Spirituosenhändler. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat im Bayerischen Heer und geriet in amerikanische Gefangenschaft.

Emil heiratete am 15. Mai 1923 Ruth Hommel, die am 19. Dezember 1901 in Nürnberg geboren worden war. Seit Januar 1931 lebte das Ehepaar in der Ludwig-Feuerbach-Straße 75. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor.

Am 31. August 1933, dem Eröffnungstag des „Reichsparteitags des Sieges“ in Nürnberg, wurden Oppenheimer und andere jüdische Einwohner von SA-Männern durch die Stadt getrieben, verhöhnt, misshandelt und in „Schutzhaft“ genommen. Man brachte Oppenheimer ins KZ Dachau, wo er am selben Tag wieder freigelassen wurde. Mit letzter Kraft schlug er sich nach Hause durch, wo er zusammenbrach und an den Folgen der Gewalttaten starb.

Seine Witwe zog im Juni 1934 zu Verwandten nach Ludwigsburg.

- Stadtarchiv Nürnberg, C 21/X Nr. 7 Meldekarte.

- Stadtarchiv Nürnberg, F 14 Nr. 49 Quellen zum Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa, Schreiben von Luise David an das Stadtarchiv Nürnberg, 22.8.2000.

- Stadtarchiv Nürnberg (Hrsg.), Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa, Ergänzungsband (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 30), Nürnberg 2002, S. 74.

Stolpersteine in der Nähe