Adolf Stern, Porträtfotografie um 1930.

(Stadtarchiv Nürnberg C21/VII-GB Nr. 1295)
Rot umrandet die Knauerstraße 27, kurz vor der Kreuzung mit der Rothenburger Straße, die im Bild die Bahngleise unterquert, um anschließend den Ludwigskanal zu überqueren. Die Aufnahme zeigt den Bereich des ehemaligen Kanalhafens, heute verläuft an dieser Stelle der Frankenschnellweg. Am unteren Bildrand verläuft die Schwabacher Straße, die ebenfalls die Bahngleise unter- und den Ludwigskanal überquert. Luftaufnahme 1927.

(Stadtarchiv Nürnberg, A 97 Nr. 339)

Adolf Stern

(1878-1941)

Verlegeort: Knauerstraße 27 Stadtteil: Gostenhof
Patenschaft: Gehörlosenverein Nürnberg Verlegedatum: 21. August 2007

Biografie

Am 21. August 2007 ließ der Gehörlosenverein Nürnberg Stolpersteine für die Geschwister Adolf und Sidonie Stern verlegen, die in Riga ermordet wurden.

Adolf kam am 8. Mai 1878 in Erlangen-Bruck als Sohn von Salomon und Elise Stern zur Welt. Er war von Geburt an gehörlos. In München besuchte er die Landestaubstummenanstalt. Im April 1909 zog er nach Nürnberg, wo er als Buchbinder arbeitete.

Am 29. November 1941 wurde Adolf zusammen mit seiner Schwester Sidonie, die ebenfalls gehörlos war, in das Lager Riga-Jungfernhof deportiert und ermordet.

- Lothar Scharf: Rechtlos, schutzlos, taub und stumm! Gehörlose Juden unterm Hakenkreuz 1933-1945, Frankfurt am Main 2007, S. 74.

- Stadtarchiv Nürnberg, C 21/X Nr. 9 Meldekarte.

- Stadtarchiv Nürnberg (Hrsg.), Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 29), Nürnberg 1998, S. 336.

- Stadtarchiv Nürnberg (Hrsg.), Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa, Ergänzungsband (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 30), Nürnberg 2002, S. 55.

Stolpersteine in der Nähe