Theodor Hutzler, Porträtfotografie um 1930.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 73)
Therese Hutzler, Porträtfotografie um 1930.

(Stadtarchiv Nürnberg, C21/VII Nr. 73)
Das Haus in der Theodorstraße 5. Fotografie 1910.

(Stadtarchiv Nürnberg, A64 Nr. 995)
Rot umrandet die Theodorstraße 5. Die Straße gehört zusammen mit der Emilienstraße und dem Prinzregentenufer zu einem großbürgerlichen Wohnquartier, welches Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Gelände der ehemaligen Klettschen Maschinenfabrik entstand. In der unteren linken Ecke der Aufnahme sind der Pegnitzeinfluss in die Altstadt und die Platanenallee entlang dem Prinzregentenufer zu erkennen. Luftaufnahme 1927.

(Stadtarchiv Nürnberg, A 97 Nr. 302)

Sigmund, Mali, Theodor und Therese Hutzler

Verlegeort: Theodorstraße 5 Stadtteil: Wöhrd
Patenschaft: Hubert Rottner Defet, Thommy Barth u. a. Verlegedatum: 22. Mai 2004

Biografien

Am 22. Mai 2004 verlegte Gunter Demnig die ersten Stolpersteine in Nürnberg. Darunter befanden sich die Stolpersteine für Sigmund, Mali, Theodor und Therese Hutzler, die in Riga und Izbica ermordet wurden.

Sigmund Hutzler kam am 14. Februar 1880 in Hüttenbach zur Welt. Er heiratete Mali Springer, die am 13. Februar 1879 im selben Ort geboren worden war. Das Ehepaar lebte in Forchheim, wo Sigmund als Pferdehändler arbeitete. Sie hatten keine Kinder. Vom 12. November bis zum 21. Dezember 1938 war Sigmund im KZ Dachau inhaftiert. Am 30. März 1939 zog er mit seiner Frau nach Nürnberg. Dort lebte sein Cousin Theodor.

Theodor Hutzler wurde am 22. August 1899 in Forth bei Eckental geboren. Seine Eltern waren der Metzger Heinrich Hutzler und dessen Ehefrau Emma, geborene Schön. Im Juli 1930 heiratete er Therese Götz aus Nürnberg. Theodor arbeitete als Kaufmann. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor.

Theodor und Therese wurden am 29. November 1941 in das Lager Riga-Jungfernhof deportiert und dort ermordet. Sigmund und Mali deportierte man am 24. März 1942 in das Ghetto Izbica, wo sie ums Leben kamen.

- Stadtarchiv Nürnberg, C 21/X Nr. 4 Meldekarte.

- Stadtarchiv Nürnberg (Hrsg.), Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Schoa (Quellen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 29), Nürnberg 1998, S. 148f.

Stolpersteine in der Nähe